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Mittwoch, 25. Juni 2014

MS Estonia

Die MS Estonia in einer Seitenansicht.
Gut zu erkennen ist der offene Bug, welcher
waehrend der Katastrophe abriss.
Die MS Estonia war eine so genannte Ro-Ro Faehre (Roll-On-Roll-Off), welche auf der Ostsee zum Einsatz kam und war auf dem Weg von Tallinn nach Stockholm. Es war der schicksalhafte 27. September 1994 und die Ostsee war aufgrund eines Sturmes sehr aufgewuehlt. Auf dem Weg nach Stockholm drang schliesslich Wasser ueber die Bugschleuse in das Parkdeck des Schiffes ein und ueberflutete dieses, was zu einer starken Kraengung des Schiffes und schliesslich zum untergang fuehrte. Offiziell wurden als Ursache die Verschlussbolzen ausgemacht, welche den Bug wohl nicht an seiner Position halten konnten, da sie sowohl alt, unter Materialermuedung leidend und verbogen gewesen sein sollen. Aufgrund dessen, so der Untersuchungsbericht, wurde der aufklappbare Bug nicht mehr in seiner Position gehalten und die schwere See drang mit unglaublicher Geschwindigkeit ungehindert in das Schiff ein. Bis heute gibt es Zweifel an dem offiziellen Bericht zur Unfallursache und auch um den untergang der MS Estonia ranken sich viele Verschwoerungstheorien. Die abenteuerlichste Version ist sicherlich, dass in letzter Minute in Tallinn noch zwei russische LKW, beladen mit waffenfaehigem Plutonium, auf die Faehre gefahren sein sollen und amerikanische Geheimdienste daher mit der Versenkung des Schiffes dieses Bedrohungspotential beseitigt haben sollen. Gestuetzt wird diese abenteuerliche Theorie dadurch, dass bis heute die Ungluecksstelle von diversen Marinen abwechselnd bewacht wird und jeder, der sich der Ungluecksstelle zu naehern versucht sofort vertrieben wird. Offiziell will man sicher stellen, dass die im relativ seichten Wasser der Ostsee liegende Estonia nicht von Schatzjaegern und morbide veranlagten Hobbytauchern heimgesucht wird. Plaene, die Estonia unter einem aehnlichen Sarkophag wie den zerstoerten Meiler von Tschernobyl zu begraben naehren die Theorie, dass sich eine grosse Menge waffenfaehigen Kernmaterials immer noch an Bord der untergegangenen MS Estonia befinden soll noch zusaetzlich. Es gibt zudem Berichte darueber, dass Manschaftsmitglieder ploetzlich aus Krankenhaeusern verschwunden seien, die nach dem Unglueck noch gerettet werden konnten. Auch von einem gross angelegten Versicherungsbetrug, einer absichtlichen Versenkung der MS Estonia durch die Reederei um die Versicherungssumme einzustreichen, war die Rede.

Das Wrack der MS Estonia mit abgerissenem Bug
Ob man diesen Theorien nun Raum gibt oder nicht, so bleibt es doch ein Faktum, dass das Unglueck der MS Estonia die schwerste europaeische Schiffskatastrophe der Nachkriegszeit war. Im Raum steht auch, dass durch die schwedische Regierung geheime Tauchgaenge am Wrack vorgenommen und Vertuschungsversuche unternommen wurden bezueglich dieser Untersuchungen. Das eiligst nach dem Unglueck verabschiedete Bannmeilengesetz, welches es Dritten verbot sich der Ungluecksstelle zu naehern, heizte die Spekulationen noch zusaetzlich an, da dieser Vorgang bis heute einmalig ist - schliesslich gibt es auch um die Wilhelm Gustloff, welche nach einem Torbedotreffer ebenfalls in der Ostsee versank und geschaetzt ueber 9000 Leben kostete, keine Bannmeile. Insgesamt kann man festhalten, dass hinter dem Untergang der MS Estonia einige Merkwuerdigkeiten verborgen liegen, ueber die man sich durchaus wundern kann. Das ein solches Unglueck ausgerechnet in der Ostsee, einem Binnenmeer, in nicht allzu grosser Distanz vom Land geschah und nicht etwa mitten auf dem Atlantischen Ozean, macht es umso dramatischer. Insgesamt starben bei dem Untergang der MS Estonia 852 Menschen, teils mit in die Tiefe gerissen, groesstenteils allerdings erfrohren in den kalten Gewaessern der Ostsee. Nur 94 dieser Toten konnten geborgen werden.

"Der am 10. März 2006 veröffentlichte Untersuchungsbericht des estnischen Generalstaatsanwaltes bestätigte Zweifel am Abschlussbericht der offiziellen Untersuchungskommission aus dem Jahr 1997 und gab Anlass zur Spekulation, dass eine neue unabhängige Untersuchung des Unglücks angeordnet würde.

Im Jahr 2006 leitete Schwedens Justizkanzler Göran Lambertz eine neuerliche Untersuchung über mögliche Vertuschungsversuche durch die schwedische Regierung ein. Lambertz begründete seinen Schritt mit neuen Berichten, wonach mit Wissen der Regierung kurz nach der Schiffskatastrophe das Wrack von Tauchern in einer Geheimaktion untersucht worden sei. Über diese geheime Tauchaktion hatte Ende 1999 der schwedische Militärtaucher Håkan Bergmark bereits in einem TV-Interview mit der Journalistin Jutta Rabe berichtet. Das deutsche Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ hatte damals eine Veröffentlichung dieses Interviews abgelehnt."

Quelle: Wikipedia



Hintergrundinformationen:

MS Estonia: http://de.wikipedia.org/wiki/MS_Estonia
ROV: http://de.wikipedia.org/wiki/Remotely_Operated_Vehicle
Bannmeile: http://de.wikipedia.org/wiki/Bannmeile

Quelle: Wikipedia

Freitag, 20. Juni 2014

Die Kathastrophe der Hindenburg

Die Hindenburg vertaeut am Boden, beachtet man die
klein erscheinenden Menschen, werden die tatsaechlichen
Dimmensionen dieses Luftschiffes erst deutlich.
Die Hindenburg D-LZ129 war eines der beruehmtesten Luftschiffe der Deutschen Zeppelin Rederei (DZR). Gleichzeitig war sie der ganze Stolz des ausftrebenden NAZI-Deutschlands. Ihre silberne Huelle und das gigantische rote Hakenkreuz am Heck machten sie zu einem perfekten Werbetraeger fuer Hitlers Propaganda-Maschinerie. Unabhaengig davon war sie ein stolzes Luftschiff von enormen Ausmassen, die eine Vielzahl an Passagieren (bis zu 72) binnen weniger Tage eine interkontinentale Reise ueber den gesamten Atlantik in selbst heute in Grossraumflugzeugen nicht vorstellbarem Luxus erleben liess. Die Hindenburg war so gross, dass man ihr Volumen sich an das der Titanic annaeherte. Bis zu dem verhaengnisvollen Tag an dem sich die Jahrhunderkathastrophe der Hindenburg ereignete, galten Zeppeline als das sicherste Verkehrsmittel der Welt, nicht einen Unfall hatten diese technischen Wunderwerke ihrer Zeit zu verzeichnen und die Hindenburg selbst legte bis zu ihrem Unglueck waehrend ihrer 63 Fahrten ca 337.000 Kilometer zurueck, haeufig nach Brasilien (Rio de Janeiro) oder New York (Lakehurst).

Das Unglueck der Hindenburg in Lakehurst nahe New York.
Gut zu erkennen ist der gigantische Vertaeungsmast vor
dem brennenden Luftschiff und, der Ausgangspunkt des
Feuers am Heck des Zeppelins
Um das Unglueck der Hindenburg rankten sich eine Vielzahl an Verschwoerungstheorien. Es war die Rede von einem gezielten Abschuss durch die Amerikaner (skurrilerweise via Strom aus dem Vertaeungsmast, die Anwesenheit Nikola Teslas in New York zu diesem Zeitpunkt schuerte diese Theorie sogar noch, zumal Nikola Thesla um diese Zeit seine Theorie der "X-Beams" entwarf. Eine Methode, die via Blitzen Flugobjekte aus dem Himmel schiessen sollte. Das Hitlerdeutschland der 30er Jahre hatte seine ganz eigenen Theorien und wusste das Unglueck fuer sich auszuschlachten, um gegen Amerika Stimmung zu machen. So war Amerika zu dem Zeitpunkt der Monopolist fuer die Herstellung des brandungefaehrlichen Heliums, weigerte sich aber, Deutschland damit zu beliefern weswegen die Hindenburg mit dem wesentlich gefaehrlicheren Wasserstoff befuellt war um ihren Auftrieb zu entwickeln. Nachdem man auch die Theorien von Bomben an Bord  der Hindenburg verwarf und ebenso zu dem Schluss kam, dass der silberne Anstrich der Hindenburg, dem man Brandbeschleuniger-Eigenschaften nachsagte, nicht der Ausloeser gewesen sein konnte, wurde als wahrscheinlichste Ursache die Theorie vom Elmsfeuer als Unfallursache angenommen. Bei dieser Theorie soll sich an der oberen Heckflosse der Hindenburg Elmsfeuer gebildet haben, da sich an diesem Tag in Lakehurst auch ein Gewitter anbahnte und die Luft statisch aufgeladen war. Zusammen mit einem kleinen Riss in einem der Wasserstoffbehaelter innerhalb des Rumpfes und der Klimaanlage, welche diesen Wasserstoff oben am Rumpf aus dem Schiffskoerper heraus drueckte, wurde quasi eine "Brandspur" bis zum Elmsfeuer der Heckflosse gelegt, die sich dann entzuendete und im hinteren Teil des Luftschiffes den Brand entstehen lies, der sich binnen Minuten durch das ganze Luftschiff frass.


Hintergrundinformationen:

Die Hindenburg D-LZ129: http://de.wikipedia.org/wiki/LZ_129
Der Ungluecksort Lakehurst: http://de.wikipedia.org/wiki/Lakehurst
Todesstrahlen "Teleforce" von Nikola Tesla: http://en.wikipedia.org/wiki/Death_ray

Quelle: Wikipedia